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Lutz Loebel
Jahrgang 1964
Geboren in Andernach/Rhein
"Meine Fotografien sind nicht perfekt. Und ich hoffe, dass das auch so bleibt"
Ich lebe und arbeite in München und fotografiere seit meinem siebzehnten Lebensjahr - ohne den Anspruch, jemals besser oder gar gut geworden zu sein. Meine fotografischen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Portrait, Akt und Erotik.
Ich bin kein Profi. Und ich werde es niemals werden. Mir fehlt dazu die Zeit. Und ich möchte nicht auf jenes Maß an Spontaneität verzichten, das mir wichtig ist, um mir den Spaß an der Fotografie zu erhalten. Ohne diesen Spaß werden meine Bilder schlecht.
Meine Aufnahmen müssen dem Betrachter nicht gefallen - ich fotografiere nicht für Publikum.
Ich fotografiere für mich, für meine Ideen, für den Moment, in dem meine Aufnahmen entstehen.
Ich verlange vom Betrachter nicht, dass er nachvollziehen kann, was in genau jenem Augenblick passiert ist,
welche Stimmung ich einfangen wollte, was mir an jedem einzelnen Bild wichtig ist, kurz: warum ich ein Bild genau so gemacht habe, wie ich es gemacht habe.
Mir ist es nicht wichtig, eine technisch perfekte Aufnahme im Sinne der "Hohen Schule" zu machen.
Wenn es mir mit meinen Bildern gelingt, Stimmungen, Emotionen und Seele festzuhalten, habe ich mehr erreicht, als ich eigentlich kann und einem Außenstehenden zu vermitteln vermag.
Wenn es mir mit meinen Bildern gelingt, ein wenig vom Wesen des Menschen einzufangen, den ich fotografiere, halte ich ein Bild für gelungen.
Ich fotografiere selten akribisch inszeniert. Gleichwohl sind meine Aufnahmen nur sehr, sehr selten Zufallsprodukte: es steckt eine Idee dahinter, eine bestimmte Absicht,
eine Art Konzept - wenn auch nicht immer eine tiefgründige Aussage.
Ich fotografiere Outdoor und Indoor - wenn es sich anbietet, auch im Studio.
Die Wahl der Locations ist abhängig von Motiv, Idee, Inhalt und Modell.
Ich arbeite Schwarz/Weiß und in Farbe. Eine feste Regel gibt es dabei nicht.
Ich bearbeite meine Bilder nicht nach und verfremde sie nicht: bis auf die nach dem Scan üblichen Korrekturen und die unvermeidlichen Anpassungen fürs Netz sind meine Bilder so, wie sie sind. Das mag wenig professionell sein und auch für die ein oder andere nicht so perfekte Aufnahme sorgen, aber ich begreife Fotografie als einen Prozess,
der zu einem überwiegenden Teil vor und während der Aufnahme stattfindet
- nicht danach am Rechner oder im Labor.
Ich arbeite sowohl analog, als auch digital. Und ich halte den rund um dieses Thema entbrannten Glaubenskrieg für idiotisch. Meine Kameras sind für mich Werkzeuge,
die ich einsetze, um ein mir selbst gestecktes Ziel zu erreichen.
Ich halte nichts von Marken-Fetischismus - auch nicht bei Objektiven und Zubehör.
Ich arbeite mit Kleinbild, Mittelformat, Festbrennweiten, Zooms, Blitzanlage
und allerlei nützlichem Zubehör.
Ich arbeite nur mit einigen, wenigen Modellen. Nicht aus Mangel an Gelegenheit,
sondern weil mich der Prozess fasziniert, den ein Fotograf und sein Modell
gemeinsam in Gang setzen und durchleben - oft über lange Jahre hinweg.
Erst nach einiger Zeit stellt sich dieses ganz bestimmte Maß an Vertrauen,
Achtung, Neugier, Freude und eine schwer zu beschreibende
Form von Zärtlichkeit ein.
Diese Dinge sind wichtig für mich. Ohne sie haben meine Aufnahmen keine Seele.
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